Perfekter Schutz mit System
Ausgabe IV/2012

Thema:

Multiresistente Erreger GRE/VRE Hintergründe und Gegenmaßnahmen

Nutzen Sie diesen Newsletter zur Ergänzung Ihres Hygieneplans (Kap. MRE) oder als Thema für Schulungen und Teambesprechungen.

Zahlreiche Bakterienarten haben inzwischen Resistenzen gegen bestimmte Antibiotika-Wirkstoffe entwickelt. Dazu gehört u. a. die Gruppe der GRE/VRE. Es handelt sich hier um Enterokokken (= Darmbakterien), die gegen Glykopeptid- bzw. Vancomycin-Antibiotika resistent geworden sind. Folglich können diese Antibiotika-Wirkstoffe bei Infektionen therapeutisch nicht mehr eingesetzt werden.

 
Übertragen werden Enterokokken durch Schmierinfektion über Hände und kontaminierte Flächen. Sie verbreiten sich sehr schnell und weit in der patientennahen Umgebung und sind auf unbelebten Flächen bis zu mehreren Wochen überlebensfähig. Bei immungeschwächten Menschen können GRE/VRE z. B. Harnwegsinfekte, Wundinfektionen oder eine Sepsis auslösen. Zur Vermeidung solcher Infektionen werden Einrichtungen des Gesundheitswesens u. a. folgende Maßnahmen empfohlen:

Sehr wichtig – Hygiene und Desinfektion!

1. Oberstes Gebot ist die Händedesinfektion! Und zwar vor und nach jedem Patientenkontakt, vor und nach Tragen von Einmalhandschuhen sowie nach Kontakt mit potenziell infektiösem Material – zum Beispiel mit C 20 Hände + Haut Desinfektion
2. Bei direktem Patientenkontakt gehören zur persönlichen Schutzausrüstung Schutzhandschuhe und Schutzkittel. Mund-Nasen-Schutz ist nur bei sehr engem Kontakt oder bei Aerosolbildung (z. B. bei endotrachealem Absaugen) notwendig. Auch das Reinigungspersonal muss Schutzkittel tragen. Die Schutzausrüstung verbleibt im betreffenden Zimmer.
4. Kontaktflächen bzw. patientennahe Flächen werden mind. 1 x täglich bzw. nach Patientenübergabe (beim Krankentransport) desinfiziert, z. B. mit B 30 oder B 40 Schnelldesinfektion.
4. Fußböden in Bewohner-/Patientenzimmern werden mind. 1 x täglich, bei Kontamination und der Schlussdesinfektion wischdesinfiziert, z. B. mit B 10 oder B 15 Wischdesinfektion.
5. Sanitäre Einrichtungen werden mind. 1 x täglich bzw. nach Nutzung (vor allem in Ambulanzen, Praxen u. ä.) wischdesinfiziert, z. B. mit B 10 oder B 15 Wischdesinfektion.
6. Pflegeutensilien (insbesondere Thermometer, Steckbecken etc.) werden nach jeder Benutzung bzw. nach Patientenübergabe desinfiziert, z. B. mit B 10 oder B 15 Wischdesinfektion.
7. Vorzugsweise Einmalinstrumente benutzen. Ansonsten Instrumente gleich nach Gebrauch desinfizieren, z. B. mit A 20 Instrumentendesinfektion.

Bei GRE/VRE speziell beachten:

1. GRE-/VRE-Träger sind in der stationären Pflege im Einzelzimmer oder in der Kohorte mit eigener Toilette/Nasszelle unterzubringen. GRE-/VRE-Träger sollten keine öffentlichen Toiletten benutzen.
2. Niemals MRSA- und GRE-/VRE-Träger zusammen unterbringen! Dadurch können MRSA die Gly­kopeptid-Resistenz erwerben und zu VRSA (=Vancomycin-resistenter Staphylococcus aureus) werden. Die Folge: Noch weniger Antibiotika sind wirksam.
3. Es gibt derzeit keine bewährten Sanierungsmaßnahmen bei GRE-/VRE-Trägern.

Ausführlichere Informationen gibt es im neuen Schulungsmodul Multiresistente Erreger – GRE/VRE unter www.hygienewissen.de.

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Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
 
orochemie wünscht Ihnen frohe Festtage!

Vom 24.12.2012 bis zum 01.01.2013 hat orochemie Betriebsferien. Bestellungen, die bis zum 18.12.2012 bei uns eingehen, werden vor Weihnachten abgewickelt.
 

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