Perfekter Schutz mit System
Ausgabe I/2013

Thema:

MRGN - schon davon gehört?

Nutzen Sie diesen Newsletter zur Ergänzung Ihres Hygieneplans (Kap. MRE) oder als Thema für Schulungen und Teambesprechungen.

Eine weitere Abkürzung für antibiotikaresistente Bakterien macht derzeit die Runde - nämlich MRGN. Es handelt sich dabei um multiresistente gramnegative Stäbchenbakterien, zu denen sowohl nichtfermentierende Erreger (Pseudomonas aeruginosa, Acinetobacter baumannii etc.) als auch Enterobakterien (E. coli, Klebsiella pneumoniae etc.) gehören. Letztere können das Enzym ESBL (Extended Spectrum ß-Lactamase) produzieren, das bestimmte Antibiotika wirkungslos macht. Gemäß Robert-Koch-Institut werden zwischen 3MRGN (resistent gegen drei der vier wirksamen Antibiotikagruppen) und 4MRGN (resistent gegen alle vier Antibiotikagruppen) unterschieden.

Übertragen werden MRGN durch Schmierinfektion über Hände und kontaminierte Flächen sowie Tröpfcheninfektion. Die wichtigste Vorsorgemaßnahme ist nach wie vor der kritische und kontrollierte Einsatz von Antibiotika. Bei 3- und 4MRGN-Fällen in Einrichtungen des Gesundheitswesens werden u. a. folgende Maßnahmen empfohlen:

Hygiene und Desinfektion

1. Oberstes Gebot ist die Händedesinfektion – zum Beispiel mit C 20 Hände + Haut Desinfektion – vor und nach jedem Patientenkontakt, vor und nach Tragen von Einmalhandschuhen, nach Kontakt mit potenziell infektiösem Material etc.
2. Zur persönlichen Schutzausrüstung gehören Schutzhandschuhe und Schutzkittel (auch im Rettungsdienst). Mund-Nasen-Schutz bzw. Haube werden bei Aerosol bildenden Tätigkeiten getragen.
3. Kontaktflächen und patientennahe Flächen werden mind. 1 x täglich, bei Kontamination bzw. nach Patientenübergabe (im Rettungsdienst/Krankentransport) desinfiziert, z. B. mit B 30 Schnelldesinfektion oder B 15 Desinfektionstüchern.
4. Fußböden (z. B. in Bewohner-/Patientenzimmern) werden bei Kontamination, bei der Schlussdesinfektion und mind. 1 x täglich bei Acinetobacter baumannii-Fällen wischdesinfiziert, z. B. mit B 10 oder B 15 Wischdesinfektion.
 

5. Sanitäre Einrichtungen werden mind. 1 x täglich bzw. nach Nutzung (vor allem in Ambulanzen, Praxen u. ä.) wischdesinfiziert, z. B. mit B 10 oder B 15 Wischdesinfektion.
6. Pflegeutensilien werden nach jeder Benutzung bzw. nach Patientenübergabe desinfiziert, z. B. mit B 30 Schnelldesinfektion.
7. Vorzugsweise Einmalinstrumente benutzen. Ansonsten Instrumente gleich nach Gebrauch desinfizieren, z. B. mit A 20 Instrumentendesinfektion.

Unterbringung und Versorgung von MRGN-Trägern

1. Träger von 4MRGN sind stationär unbedingt im Einzelzimmer oder in der Kohorte (nur gleiche Resistenztypen) mit eigener Toilette/Nasszelle unterzubringen. Gleiches wird für Risikopatienten bei 3MRGN empfohlen.
2. MRGN-Träger werden am Ende des Durchgangs, (Transport-/Praxis-)Programms versorgt.
3. Es gibt derzeit keine bewährten Sanierungsmaßnahmen für MRGN-Träger.

Ausführliche Informationen im neuen Schulungsmodul MRGN unter www.hygienewissen.de.

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orochemie-Messeteilnahmen im Frühjahr 2013

Altenpflege, 09.-11.04.2013, Nürnberg:
Hautverträgliche Händehygiene gewünscht? Sie suchen geeignete Präparate für Ihren Hauttyp? Testen Sie am orochemie-Stand Nr. 451 in Halle 5.

RETTmobil, 15.-17.05.2013, Fulda:
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Übrigens, falls Sie gern fotografieren: An unseren Messeständen erfahren Sie mehr über unsere Fotoaktion Hygiene macht Spaß mit orochemie! Zu gewinnen sind u. a. ein Musicalbesuch mit Hotelübernachtung, ein Tablet-Computer und eine Digitalkamera!

orochemie-Hygienetage im Frühjahr 2013

Wennigsen, 19.02.2013


Hygiene im Rettungsdienst bei relevanten Krankheitserregern
Leipzig, 26.02.2013


Aufbereitung von Medizinprodukten
Köln, 28.02.2013


Aufbereitung von Medizinprodukten
Saarbrücken, 14.03.2013    


Verhalten bei Infektionen durch multiresistente Erreger
Heidelberg, 19.03.2013


Motivierte Hygienearbeit
Wolnzach, 23.04.2013 Motivierte Hygienearbeit
 


Informationen und Anmeldungen unter www.orochemie.de oder
Tel.-Nr. (0 71 54) 13 08-39.

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