Ausgabe IV/2018

Wissenswertes über multiresistente Erreger – kurz: MRE


Bakterien, die Resistenzen gegen mehrere Antibiotikawirkstoffe gebildet haben, nennt man multiresistente Erreger (MRE). Der bekannteste Erreger ist der Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA). Die Zunahme von multiresistenten Erregern (MRE) wird mit wachsender Besorgnis beobachtet und deren Verbreitung stellt in Einrichtungen des Gesundheitswesens sowie der Alten- und Langzeitpflege ein gravierendes Problem dar.


Allgemeines

Bakterien vermehren sich sehr schnell. Das Erbgut kann sich dabei so verändern, dass diese Erreger gegenüber Antibiotika weniger empfindlich werden. Diese Bakterien überleben Behandlungen mit Antibiotika und vererben ihre Widerstandsfähigkeit an die nächste Bakteriengeneration weiter. Wenn Bakterien gegen viele Antibiotika resistent (widerstandsfähig) sind, spricht man von Multiresistenz. Ihre Antibiotika-Resistenzen erschweren die Therapie von Patienten. Das hat zur Folge, dass die Behandlung einer durch MRE verursachten Infektionserkrankung in der Regel langwierig, teuer und mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden ist.

Übertragungs- und Infektionswege

Die Übertragung von MRE erfolgt durch direkte und indirekte Kontakte (Schmier- und Kontaktinfektion) und evtl. über Tröpfchen, z. B. beim Husten und Niesen. Die Übertragung erfolgt überwiegend über kontaminierte Hände des Personals oder ausgehend von Flächen in der Patientenumgebung, wobei die Hände des Personals der wichtigste Übertragungsweg in medizinischen Einrichtungen sind.

Es können je nach MRE-Art unterschiedliche Körperregionen, wie die Harnwege und/oder der Darm sowie der Nasen-Rachenraum und/oder die Haut, besiedelt sein. Eine Kolonisation (Besiedlung) wird meist, z. B. im Zuge eines Krankenhausaufenthaltes, ermittelt. Nur in Ausnahmefällen besteht eine MRE-bedingte Infektion. Der Kontakt mit MRE ist für gesunde Menschen in der Regel kein Problem. Gefährdet sind Menschen mit geschwächtem Immunsystem.

Gründe für den Anstieg der Infektionen durch MRE sind u. a. der zu häufige Einsatz von Antibiotika sowie eine Verschiebung der Bevölkerungszusammensetzung hin zu älteren, abwehrgeschwächten Menschen.

Folgende Hygienemaßnahmen werden u. a. bei MRE empfohlen

1. Bester Schutz ist die Händehygiene! Händedesinfektion vor und nach jedem Patientenkontakt, vor und nach dem Tragen von Einmalhandschuhen sowie nach Kontakt mit potenziell infektiösem Material.
2. Entsprechende Schutzausrüstung ist zu tragen!
3. Kontaktflächen bzw. patientennahe Flächen mind. 1 x täglich bzw. nach Patientenübergabe (beim Krankentransport) desinfizieren.
4. Fußböden in Bewohner-/Patientenzimmern mind. 1 x täglich, bei Kontamination und der Schlussdesinfektion wischdesinfizieren.
5. Pflegeutensilien nach jeder Benutzung bzw. nach Patientenübergabe desinfizieren.

Generell sollte ein VAH-gelistetes Desinfektionsmittel mit dem Wirkungsbereich „bakterizid“ verwendet werden.

Weitere Informationen:

Schulungsmodul Multiresistente Erreger unter www.hygienewissen.de.
Hygienemaßnahmen bei verschiedenen multiresistenten Erregern – MRE auf www.orochemie.de unter Service/Checklisten für Hygieneaufgaben.


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Checklisten für Hygieneaufgaben

Möchten Sie wissen, welche Hygienemaßnahmen bei bestimmten multiresistenten Erregern (MRE), wie z. B. MRSA, zu ergreifen sind?

Nutzen Sie unsere Checklisten für Hygieneaufgaben unter www.orochemie.de unter (Service/Checklisten für Hygieneaufgaben).

Ein guter Schluss ziert alles!
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Im Rahmen unserer Kundenbefragung freuen wir uns über Ihre Rückmeldungen zu orochemie-Produkten und Service – ab sofort per zugesandtem Formular oder unter www.orochemie.de/kundenbefragung.

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Frohes Fest und ein glückliches Jahr 2019!

Wir wünschen Ihnen einen besinnlichen Jahreswechsel und danken Ihnen für Ihr Vertrauen in diesem Jahr. Sehr gerne stehen wir Ihnen 2019 wieder zur Seite!

Übrigens, bevorraten Sie sich rechtzeitig vor den Festtagen! Bestellungen, die bis zum 20.12.2018 bei orochemie eingehen, werden noch vor Weihnachten abgewickelt.

Vom 24. – 31.12.2018 machen wir Betriebsferien. Nach der Erholungspause sind wir ab dem 02.01.2019 wieder gestärkt für Sie da!

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