Ausgabe I/2018

Die Gefährdungsbeurteilung gem. Biostoffverordnung


Beschäftigte in Gesundheits- und Gemeinschaftseinrichtungen haben Anspruch auf einen sicheren Arbeitsplatz. Laut BioStoffV müssen Tätigkeiten, bei denen Mitarbeiter Biostoffen (Bakterien, Viren etc.) und Infektionsrisiken ausgesetzt sind, vom Arbeitgeber bzw. der Führungsebene regelmäßig – d. h. alle zwei Jahre oder bei Arbeitsänderungen, neuen Erkenntnissen etc. – einer Gefährdungsbeurteilung unterzogen werden. Diese zeigt, wo Schutzmaßnahmen festgelegt werden müssen, die wiederum in Betriebsanweisungen, Hygieneplänen und Qualitätsmanagement im Sinne einer ständigen Verbesserung einfließen.


So gehen Sie vor

Arbeitsbereiche und Tätigkeiten festlegen:
Fassen Sie in Ihrem Betrieb gleichartige Arbeitsplätze/Tätigkeiten zu einem Arbeitsbereich zusammen. Für werdende oder stillende Mütter, Jugendliche, Behinderte, Allergiker, chronisch Kranke und Personen mit wechselnden Tätigkeiten ist hingegen eine personenbezogene Gefährdungsbeurteilung vorgeschrieben. Fachkundige Mitarbeiter/Personen können hinzugezogen werden.
Gefährdungen ermitteln:
Listen Sie die Gefährdungen für jeden Arbeitsbereich auf. Beispielsweise können Gesundheitsgefahren vom Kontakt mit infektiösen Personen, Blut, Körperausscheidungen etc. ausgehen. Beziehen Sie die Mitarbeiter und bestehende Unterlagen wie Hygiene- und Notfallpläne, Begehungsprotokolle, Betriebsanweisungen, Betriebsarztberichte usw. ein.
Gefährdungen beurteilen:
Zur Einschätzung der Infektionsgefährdung geben die sog. Technischen Regeln für Biologische Arbeitsstoffe (s. u. TRBA) Hilfestellung. So können Sie mögliche Krankheitserreger in den Arbeitsbereichen den Risikogruppen und Schutzstufen gem. BioStoffV zuordnen.
Maßnahmen festlegen:
Die erforderlichen Schutzmaßnahmen in Form von Basishygiene und ggf. zusätzlichen Hygienemaßnahmen ergeben sich für Sie aus den oben ermittelten Schutzstufen (s. TRBA 250).
Maßnahmen durchführen:
Im nächsten Schritt werden die geplanten Maßnahmen umgesetzt. Bis alle Maßnahmen greifen und erste Erfahrungen ausgewertet werden können, vergehen meist mehrere Monate.
Wirksamkeit prüfen:
Überprüfen Sie die Durchführung und Wirksamkeit der Maßnahmen an vereinbarten Terminen und danach weiterhin in festgelegten Abständen.
Dokumentieren:
Die einzelnen Schritte der Gefährdungsbeurteilung (s.o.) dokumentieren Sie schriftlich. Die Dokumentation stellt die Basis für die Sicherheit im Betrieb dar und dient Ihnen als rechtliche Absicherung im Schadensfall.

Weitere Informationen:

BioStoffV, TRBA 250/400/460/462/464/466 – siehe www.orochemie.de unter Service/Gesetze, Verordnungen, Empfehlungen.
Schulungsmodul Gesundheitsschutz und Hygiene gem. TRBA 250 unter www.hygienewissen.de.
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Handlungsleitfaden und Online-Checklisten der BGW – siehe www.bgw-online.de.


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